Die Form

Welche Kleingruppen gibt es?

Die Art der Kleingruppe richtet sich danach, für wen die Gruppe ausgerichtet ist. Eine Kleingruppe mit Familien und vielen Kindern wird ganz anders aussehen, als ein Bibelstudienkreis mit Christen mit fundierten biblischen Vorkenntnissen.

Es gibt ganz unterschiedliche Formen von Kleingruppen. Einige wesentliche Kleingruppenarten sind hier kurz aufgeführt:

GRUPPENART HAUPTFOKUS AUSRICHTUNG 
BIBELSTUDIENGRUPPE  Bibelstudium (Gemeinschaft, Diakonie, Ermutigung stehen in der Regel im Hintergrund) kirchenintern, manchmal evangelistisch
GEBETSKREIS  Gebet, dabei kann auch Gemeinschaft gefördert werden kirchenintern, nicht evangelistisch
DIENSTGRUPPE Ein bestimmter Dienstbereich (Gemeinderat, Chor, Band, Technikteam) meist kirchenintern
DIAKONISCHER KREIS  Austausch und Seelsorge, Bibelstudium eher im Hintergrund oft gemeindeintern, kann aber auch für Gäste geöffnet werden
SELBSTHILFEGRUPPE  Austausch und Ermutigung in einer bestimmten Lebenssituation (Trauer, Trennung, Sucht) großes evangelistisches Potenzial durch den Aufbau von Beziehungen zu Menschen außerhalb der Gemeinde
INTERESSENSGRUPPE Gemeinsame Aktivität/Hobby (Fußball, Fotografieren, Wandern, Sport, Bowling usw.) großes evangelistisches Potenzial durch den Aufbau von Beziehungen zu Menschen außerhalb der Gemeinde
MINIGRUPPE/ ZWEIERSCHAFT  Gegenseitige Unterstützung und Transparenz im alltäglichen, praktischen Leben als Christ kann ggf. auch evangelistisch genutzt werden
GANZHEITLICHE KLEINGRUPPE / HAUSKREIS
Ganzheitliches Teilen des (christlichen) Lebens; alles, was christliche Gemeinschaft ausmacht, ist enthalten (Bibelstudium, Gebet, Gemeinschaft, Evangelisation usw.): „Gemeinde im Kleinen“ nach innen und außen gerichtet
HAUSGEMEINDE  Auch hier geht es um das ganzheitliche Teilen des Lebens und alles, was Gemeinde vom Neuen Testament her ausmacht, wird gelebt. Der Unterschied zur ganzheitlichen Kleingruppe ist, dass die Treffen als Gottesdienste gefeiert werden. Dadurch steht mehr Zeit für Beziehung und Dienst nach außen zur Verfügung. Verschiedene Hausgemeinden sind oft in Netzwerken miteinander verbunden. nach innen und außen gerichtet

Alle verschiedenen Gruppentypen haben ihre Stärken und somit auch ihren Platz im Leben einer Kirche. Wichtig ist allerdings, immer eine Tendenz zur Ganzheitlichkeit anzustreben. Wenn eine Dienstgruppe sich beispielsweise auch als geistliche Gemeinschaft versteht und versucht, diesen Aspekt neben ihrer spezifischen Aufgabe zu integrieren, kann sich ein ganz anderes Potenzial entfalten. Ein klassischer Bibelstudienkreis wird enorm davon profitieren, neben dem intensiven Studium nach Gemeinschaft, Austausch und Ermutigung zu streben. Einen besonderen Stellenwert hat deshalb der Ansatz der ganzheitlichen Kleingruppe. Studien in allen Teilen der Welt zeigen, dass ganzheitliche Kleingruppen ganz entscheidend zur Gesundheit einer Kirche beitragen.