Der Start

Wie starte ich eine Kleingruppe?

Hier lernst du, wie du eine alltagstaugliche und ganzheitliche Kleingruppe gründen kannst (auch in Zeiten von Corona).

Corona-Update: Wir bekommen einige Rückmeldungen von Gruppen, die sich in der Pandemiezeit per Zoom zur Kleingruppe treffen oder sogar gerade jetzt neue digitale Kleingruppen starten. Nutzt die digitalen Möglichkeiten und stellt auch hierzu eure Fragen im monatlichen kostenlosen Coaching-Angebot.

Jesus hat sich entschieden, das Fundament seiner Gemeinde auf einer kleinen Gruppe aufzubauen. Er lebte mit seinen zwölf Jüngern Gemeinschaft vor und teilte das Leben mit ihnen. Die Apostel, die später die Säulen der Gemeinde Jesu bildeten, wurden im Kontext der Gemeinschaft mit Jesus und einer kleinen Gruppe ausgebildet. Dass Jesus genau diese Art des Lebens und der Ausbildung wählte, war sicher kein Zufall!

Wir sind überzeugt, dass auch in unseren Zeiten das Miteinander in kleinen Gruppen unser Leben zutiefst bereichern kann. Jesus sagte einmal: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20) Dort, wo wir geistliche Gemeinschaft in der Gruppe pflegen, wird etwas möglich und sichtbar, was alleine nicht erlebbar ist. Es ist fast wie ein Wunder. Die frühe christliche Gemeinde ist aus diesem Grund wohl ausschließlich durch kleine Gruppen und Hausgemeinden gewachsen.

Wie läuft ein Gruppentreffen ab?

Der Ablauf eines Treffens kann unterschiedlich aussehen. Wichtig ist aber, dass folgende Elemente enthalten sind: Die vier G‘s.  Sie können einen guten Rahmen für das Treffen bilden und helfen, dass die Gruppe sich auf die entscheidenden Dinge fokussiert.

1. Gemeinschaft

Es geht darum, einander zu begegnen, sich (besser) kennenzulernen und Aufmerksamkeit zu schenken und zu erhalten. Darauf stimmt ein Rundgespräch ein, bei dem jeder reihum auf eine einfache Frage antworten kann. z.B.

  • Was ist dein Lieblingstier und warum?
  • Was machst du, wenn du Schluckauf hast?
  • In welches Land würdest du gerne einmal reisen?
  • Was machst du, wenn dir langweilig ist?

2. Gebet

Wir dürfen als Gruppe Dank und Sorgen miteinander teilen und gemeinsam vor Gott bringen. Hierzu kann man beispielsweise zwei einfache Fragen stellen:

  • Wofür bist du gerade dankbar?

[Als Symbol kann für jeden Dank eine Murmel in eine Schüssel gelegt werden.]

  • Was ist gerade schwer für dich?

[Als Symbol kann für jede Last ein Stein in einen Korb gelegt werden.]

Danach werden der Dank und die Lasten in einem kurzen Gebet vor Gott gebracht. Durch dieses Vorgehen kann sich jeder leicht am Gebet beteiligen.

3. Glauben

Miteinander einen Abschnitt der Bibel entdecken und auf das praktische Leben anwenden. Dies geschieht durch einen offenen, hinführenden Austausch mithilfe von Fragen.

4. Gehen

An dieser Stelle wird ein Bewusstsein dafür gefördert, dass die Gruppe nicht nur für sich selbst da ist. Die Wichtigkeit des alltäglichen Lebens kann etwa auf diese Weise betont werden: Pro Treffen können zum Beispiel drei offene Fragen in den Raum gestellt werden:

  • Wem kannst du von dieser Gruppe erzählen?
  • Wer braucht in deinem Umfeld Hilfe und Unterstützung?
  • Welcher nächste Schritt könnte für dich oder für uns als Gruppe jetzt wichtig sein?

Hol dir Unterstützung

Du organisierst Termine und Themen und versuchst, die Beziehungen in deiner Kleingruppe im Blick zu behalten? Manchmal sprühst du voller neuer Ideen und Motivation und dann fühlst du dich etwas ratlos und allein gelassen? Dann lade dir das Material für Leiterinnen und Leiter von Kleingruppen herunter und nutze das kostenlose Online-Coaching. Mehr erfahren.

Du kannst dir hier die Praxishilfe „Was kleine Gruppen groß macht“ für die Gründung und Leitung einer Kleingruppe kostenlos runterlanden.

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